Fotos vermarkten

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    Empfehlung:

  • Tipp: Videos vermarkten
  • Man kann per Internet auch lizenzfreie Videos kaufen und vermarkten.

      1. Fotos verkaufen

    In Bezug auf die Vermarktung von Bildern über Stock Fotoagenturen bedeutet Fotos verkaufen genau genommen, dass Nutzungsrechte gegen Bezahlung an einen Käufer übertragen werden. Selbstverständlich verbleiben alle Urheberrechte beim Fotografen, der sein Bildmaterial immer wieder verkaufen kann, so das einzelne Bilder letztlich von mehreren Käufern gleichzeitig genutzt werden. Nur bei sehr wenigen Bildagenturen können als zusätzliche Option auch alle Nutzungsrechte am Bild angeboten werden, was dann mit der Bezeichnung „Exclusive Buyout Licence“ oder „Sell the rights“ gekennzeichnet wird. Kann ein Fotograf tatsächlich etwas unter dieser Bedingung verkaufen, muss er das betreffende Bild innerhalb einer festgelegten Zeitspanne (ca. 2 bis 3 Tage) bei allen Agenturen löschen und darf es dann nie wieder verkaufen. Üblicherweise werden Fotos in Bildagenturen jedoch entweder unter einer Royalty Free (lizenzfrei / RF) Lizenz oder mit einer Rights Managed (lizenzpflichtig / RM) Lizenz angeboten. Was ist darunter zu verstehen?

    Lizenzfrei / Lizenzpflichtig

    Viele denken lizenzfreie Fotos seien grundsätzlich kostenlos und frei von jeglichen Urheberrechten. Dies ist jedoch eine Fehlinterpretation der Bezeichnung lizenzfrei. Tatsächlich wird durch die Art der Lizenz lediglich eine Nutzungsart festgelegt. Lizenzpflichtig bedeutet: Der Preis für Fotos errechnet sich daraus, wofür (z.B. Buch oder Werbung) und in welcher Verbreitung (z.B. Auflage) Bilder Verwendung finden sollen. Mit Lizenzfrei ist gemeint: Der Preis richtet sich vor allem nach der Bildauflösung. Einmal herunter geladen dürfen solche Bilder unbegrenzt verwendet werden, entsprechend den Agentur-Nutzungsbedingungen. Kleine Einschränkung: Einige RF Bildagenturen verlangen für bestimmte kommerzielle Nutzungen den Erwerb einer erweiterten Lizenz. Bildkäufer dürfen zudem lizenzfreie Fotos nicht bei anderen Bildagenturen einreichen und verkaufen.

    Welche Fotos darf man verkaufen?

    Zunächst einmal hat jede Bildagentur einige Vorgaben, welche vor allem die Bildqualität betreffen. Wichtige Punkte sind zum Beispiel: Bildrauschen, Farbverläufe, Gerader Horizont, JPEG-Kompressionsartefakte, Lichtflecke vom Objektiv, Sensorflecken (bei DSLRs), Unschärfe sowie zu dunkle oder helle Bildpartien. Darüber hinaus sollte das Motiv nicht bereits zu oft in ähnlicher Form vorhanden sein. Pflanzen und Tiere lassen sich nur schwer verkaufen, wenn sie nicht mit der korrekten wissenschaftlichen Bezeichnung ausgestattet sind. Generell haben Fotos dann gute Chancen aufgenommen zu werden, wenn sie für kommerzielle Verwendungen wie etwa für Werbung, zur Illustration von Zeitschriften usw. interessant sein könnten. Besondere Regelungen gelten für das fotografieren von privatem Grund und wenn ein Bild erkennbare Personen oder geschützte Marken bzw. Design enthält. Was ist in diesem Fall zu tun? Darf man solche Fotos trotzdem verkaufen?

    Model Release / Property Release

    Erkennbare Personen: Sobald man auf Fotos Menschen wieder erkennen kann wird eine Schriftliche Freigabe (auch Model Release oder Modelvertrag genannt) von jeder einzelnen Person benötigt. Dies gilt ebenfalls für Selbstporträts. Geschütztes Design / Logos: Firmenlogos müssen aus Fotos entfernt werden, wenn keine schriftliche Einwilligung (Property Release) vom Rechteinhaber vorliegt. Auch geschütztes Design (z.B. moderne Architektur) ist von dieser Regelung betroffen, daher im Zweifel lieber noch mal nachfragen. Ein Property Release ist weiterhin für Aufnahmen in geschlossenen Räumen oder auf privaten Grundstücken nötig. Das Fotografieren von öffentlichem Grund ist in Deutschland meist unproblematisch (Panoramafreiheit), nicht immer aber in anderen Staaten. Für alle Arten von Freigaben halten Fotoagenturen meist vorgefertigte Formulare bereit.

    Wie kann man nun Fotos verkaufen?

    Sie melden sich unter Akzeptierung der jeweiligen Geschäftsbedingungen (AGB`s) bei einer Bildagentur an. Dies ist kostenlos und erfordert zunächst nur wenige Angaben. Anschließend wird ein Bestätigungslink an Ihre Mailadresse gesendet. Dadurch soll überprüft werden, ob diese Adresse wirklich existiert. Nun können Sie meist schon mit dem Upload Ihrer Fotos beginnen. Einige Agenturen lassen ihre Fotografen zuvor noch eine Bewerbungsprozedur durchlaufen, was bedeuten kann, dass einige Beispielfotos eingereicht oder verschiedene Fragen beantworten werden müssen. Häufig wird auch eine Kopie des Personalausweises zur Überprüfung der Identität verlangt. Hier genügt es den Ausweis zu fotografieren und als JPEG Datei zur Verfügung zu stellen. Auszahlungen des erreichten Guthabens erfolgen meist ab ca. 50 bis 100 Euro. Genauere Informationen sind den Webseiten der jeweiligen Agenturen zu entnehmen (FAQ`s / Support / Forum usw.). Viel Erfolg beim Verkaufen Ihrer Fotos!

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